Wir folgen unserer Tradition der jährlichen Partnerschaftstage und laden ein zum

Chanka-Tag, am Sonntag, 10. Mai 2026 10.45 bis 15.00 Uhr

Der Chanka-Tag beginnt mit einem Gottesdienst um 10.45 Uhr in der Schmöckwitzer Kirche. Auch in diesem Jahr möchten wir Sie mitnehmen auf die gedankliche Reise zu unseren Partnern in die Gemeinde Chanka im Westen Äthiopiens.
Im Anschluss an den Gottesdienst zeigen wir den 20-minütigen Film „Das Leben der Entwurzelten“. Für diesen Film sind die Berliner Filmemacher Philipp Seifert und Raphael Schanz im Auftrag des ELM (Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen) nach Äthiopien gereist, um die Situation von Binnengeflüchteten zu dokumentieren.
Der Film beschreibt eindrücklich, was Binnengeflüchtete aus dem Osten Äthiopiens nach Adama führt. In bewegenden Szenen hören wir, wie Männer und Frauen unter dem Verlust ihrer Heimat, ihres Hab und Guts und ihres alten Lebens leiden. Allen voran erzählt der Protagonist Ibrahim Mohammed Hassan, wie er wieder Mut fasst und was sein Wunsch für die Zukunft ist. Er kann Hoffnung schöpfen durch ein Unterstützungsprojekt, das gemeinsam mit dem diakonischen Zweig der Äthiopischen Evangelischen Kirche Mekane Yesus (EECMY DASSC), dem Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM) und der großzügigen Unterstützung der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers durchgeführt wird.
Am Ende berührt am meisten der Traum von Ibrahim Mohammed Hassan von einer Welt, in der alle Menschen gleich sind und in Frieden leben, unabhängig welcher Ethnie sie angehören mögen.
Diesen Film nehmen wir als Anlass um uns auszutauschen und den Perspektivwechsel in eine andere Lebenswelt zu initiieren.
Bei gutem Wetter wird es parallel zur Filmvorführung rund um die Kirche einen kleinen Marktplatz mit Informationen zu den Projekten und landestypischen Produkten geben.
Bei widrigen Wetterbedingungen treffen wir uns im Anschluss an den Gottesdienst im Gemeindesaal.

Der Chanka-Kreis der Schmöckwitzer Kirchengemeinde freut sich auf ihren Besuch!







Chankatag am 11. Mai 2025 in Schmöckwitz und Friedens(t)räume

Wie in jedem Jahr stand dieser Tag im Zeichen der Partnerschaft unserer Gemeinde mit der Gemeinde in Chanka/Äthiopien.

Dieser Tag dient einerseits der Danksagung an alle SpenderInnen, für ihre Treue und Bereitschaft unsere Projekte unter dem Dach der Gemeindepartnerschaft in Chanka zu unterstützen.
Und wir wollen diesen Anlass auch nutzen um all die Menschen, die sich über die Partnerschaft hinaus in Äthiopien engagieren, einzuladen. Es ist uns wichtig, durch den Raum der Begegnung unsere Netzwerke zu stärken, neue Beziehungen zu knüpfen und auch Menschen für unsere Arbeit zu interessieren.

Nicht nur die offizielle Partnerschaft zwischen zwei Kirchengemeinden, sondern auch Freundschaften und vielfältige Verbindungen knüpfen unser Beziehungsnetz nach Chanka in Äthiopien. Die Situation, dass wir an diesem Tag zusammenkommen, verbindet uns miteinander, lässt uns Anteil nehmen an unseren gegenseitigen Lebenswelten. Und zeigt die Verlässlichkeit als Partner und Freunde.

Der Schmöckwitzer Kirchberg, bei frühlingswarmem und sonnigem Wetter, bot eine einladende Umgebung zum Verweilen für Gäste und Vorübergehende. An verschiedenen Ständen gab es Informationen zu den Projekten, Fair Trade Handel Waren, Alltagsgegenstände aus Äthiopien, frisch zubereiteten Kaffee und äthiopische Finger Food Spezialitäten.

Partnerschaft unter so ungleichen Bedingungen verführt leicht zu der einseitigen Perspektive der „reicheren“ Geberinnen. Pfarrer Matthias Hanke forderte uns dahingehend mit seinem Predigttext aus dem Markusevangelium über die Speisung der 5000 heraus. Jesus will mit den Hungrigen sein Brot teilen und dieses Teilen geschieht nicht aus dem Überfluss heraus. Das Teilen, weil einer sieht das der andere in Not ist. Das Teilen als ein Weitergeben durch viele Hände. Die Empfänger werden auch zu Gebern. Denn dadurch, dass jeder zugleich gibt und empfängt, begegnen sich beide auf Augenhöhe. Die Voraussetzung dafür ist der Blick füreinander.

Den nachfolgenden Vortrag von Anne Schorling über Lebens(t)räume gestalten – Spuren des Friedens in Äthiopien
hatten wir bewusst ausgewählt. Wir wollten in der Kriegs – und Krisenzeit daran anknüpfen, dass es schon wegeweisende Ideen in den Kulturen gab, um Menschen in Verbindung zu bringen und Gewaltfreiheit zu leben.
Beispiele dafür waren u.a.

Unser Überleben hier in Europa und das Überleben Äthiopiens als Staat in der AU hängt von einem verhandelten Frieden zwischen den Verantwortlichen der Regierungen und den beteiligten kriegsführenden Staaten ab. Die Hoffnung der Menschen überall auf der Welt steht für einen Leben ohne Angst und Zerstörung und die Zuversicht dafür.

Unserer Hoffnungswünsche für die Menschen in Chanka haben wir aufgeschrieben und in einer Arche Noah gesammelt. Die Arche als Zeichen dafür, dass etwas bewahrt wird, auf die Reise geht und ankommen wird. Inzwischen sind unsere Wünsche in Chanka angekommen und wurden am 1. Juni im Gottesdienst verlesen.

Wir bauen eine Brücke über die Entfernung hinweg. Wir begreifen den Perspektivwechsel als Chance, uns als Menschen überall auf der Welt, mit der Unterschiedlichkeit unserer Prägungen und Kulturen, würdig begegnen zu können. Diese Brücke kann sowohl die eigene innere und auch die äußere Grenze der Lebenswelten überwinden.

Juli 2025 Martina Jambor