Die Probleme, die die wochenlange Schließung von Schulen und Kindergärten mit sich bringen, haben wir momentan überdeutlich vor Augen. Was aber, wenn die eigenen Kinder gar nicht zur Schule gehen könnten, weil das Geld für Hefte, Stifte und ordentliche Kleidung fehlt?                         
Seit gut zwei Jahren haben wir im Chanka-Kreis vermittelt, dass einige Menschen hier sehr armen Familien in Chanka dabei helfen, ihren Kindern dennoch den Schulbesuch zu ermöglichen. Diese Eltern sind krank oder arbeitslos, versuchen, sich als Tagelöhner durchzuschlagen (mit einem Lohn von ca. 1 Euro/ Tag). Darum haben sie nicht genügend Geld für die nötigen Schulmaterialien übrig. Wenn es dann doch gelingt, die Kinder vielleicht zwei Jahre nach dem eigentlich schulpflichtigen Alter zur Schule zu schicken, so ist diese Zeit oft dadurch begrenzt, dass die Kinder aus der Schuluniform herausgewachsen sind und sie wieder zu Hause bleiben müssen, weil das Geld für die Neuanschaffung fehlt.

Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen, die nur noch ein Elternteil ohne festes Einkommen haben, schaffen es oft nur durch die Unterstützung der Kirchengemeinde zu überleben.

Wir sind dankbar, dass es möglich wurde – auch zusammen mit Menschen unserer ehemaligen Partnergemeinden aus Hamburg-Wandsbek und Wassenaar/NL – mehr als 100 betroffenen Schüler*innen in Chanka zu helfen.

Wir waren von Anfang an bemüht, für dieses Schülerprojekt andere Spender*innen zu finden als die, die das Aids-Waisen-Projekt mittragen, dem wir uns längerfristig verpflichtet fühlen und für das wir seit vielen Jahren bei unseren Kirchenkonzerten sammeln. Die konnten  in diesem Jahr leider noch nicht beginnen. Nebenstehend finden sie die Kontonummer – zur Erinnerung:

Derzeit gibt es in Chanka, wie im auch ganzen Land, Bewegungsbeschränkungen: kein Schulunterricht, keine Gottesdienste, kein Überlandverkehr. Das führte zu Versorgungsengpässen, zur Verteuerung von Lebensmitteln und Hunger. Wir warten auf genauere Informationen von unseren Partnern. Wir wollen nicht vergessen, für sie zu beten.